DE » Publikationen

Alle Publikationen

60 Produkte

Forschungsfeld:
KOMET

Die Fähigkeit der holistischen Lösung beruflicher Aufgaben (2012)

Rauner, Felix

Das Bearbeiten und Lösen beruflicher Arbeitsaufträge, erfordert die Fähigkeit, diese im Kontext vollständig zu lösen, damit neben der Funktionalität des Arbeitsergebnisses ebenso seine kostengünstige, umwelt- und sozialverträgliche Realisierung sowie ihr Gebrauchswert und die Nachhaltigkeit der Lösung auf einem möglichst hohen Qualitätsniveau gegeben sind.
Diese Lösungscharakteristik beruflicher Aufgaben und Arbeitsaufträge verweisen auf die Vielfalt berufsfachlicher Kompetenzen: auf das Konzept der multiplen Kompetenz. Diese schließt die Fähigkeit ein, die jeweils zum Tragen kommende Lösungsanforderung in ihrer Gewichtung gegeneinander abzuwägen. Gelingt es, dabei den jeweils gegebenen Lösungs- bzw. Gestaltungsspielraum auszuschöpfen und einen überzeugenden Kompromiss zu realisieren, dann haben Auszubildende bzw. Fachkräfte das Niveau der Gestaltungskompetenz, d. h. die Fähigkeit der holistischen Lösung beruflicher Aufgaben, erreicht.


Forschungsfeld:
QEK

Lernen in Geschäftsprozessen (2011)

Maurer, Andrea; Rauner, Felix

Die Gestaltung beruflicher Bildungsprozesse unter Bezugnahme auf und Berücksichtigung von betrieblichen Geschäftsprozessen hat mit dem ITB-BIBB Projekt ‚Betriebliche Organisationsentwicklung und berufliche Bildung’ Eingang in die berufspädagogische Diskussion gefunden (Dybowski, Dietzen 2006). Seinen bildungsplanerischen Niederschlag fand diese Diskussion im Lernfeldkonzept sowie in den Prüfungsanforderungen neugeordneter Berufe. Mit diesem Forschungsbericht liegt jetzt eine empirische Analyse der Geschäftsprozessorientierung betrieblicher Ausbildung vor. Die Datenbasis für unsere Analyse ist die Bewertung der betrieblichen Ausbildungsqualität durch mehr als 200 Ausbilder mit dem Onlinetool QEK (Qualität Erträge Kosten).


Forschungsfeld:
QEK

Lernen im Arbeitsprozess - ein nicht ausgeschöpftes Potenzial dualer Berufsausbildung (2010)

Maurer, Andrea; Rauner, Felix; Piening, Dorothea

Die Entwicklung beruflicher Kompetenz ist davon abhängig, welche Qualität das Lernen im Arbeitsprozess erreicht. Diese Qualität kann mithilfe des Selbstevaluationstools QEK erfasst werden. Auf der Datenbasis von weit über 200 Bremer Ausbildungsbetrieben werden in diesem Bericht die Qualitätskriterien Produktive Lernzeiten, fachliches Ausbildungsniveau sowie eigenverantwortliches Lernen, jeweils differenziert nach Branche und Ausbildungsjahr, ausgewertet. Durchgängig über alle Berufe werden erst im dritten Ausbildungsjahr gute bis sehr gute Qualitätswerte erreicht. Insbesondere im ersten Ausbildungsjahr ist es notwendig, ungenutzte Ausbildungspotenziale besser auszuschöpfen.

"Fertigungsoptimierung und Personalentwicklung sind untrennbar" – Eine explorative Studie arbeitswissenschaftlicher Beratungs- und Forschungspraxis (2010)

Haasler, Bernd; Eckebrecht, Jochen

Hersteller von Bauteilen aus Faserverstärkten Kunststoffen (FVK) arbeiten in ihren durchaus hochkomplexen anspruchsvollen Prozessen oft mit einem beträchtlichen Anteil von an- und ungelernten Mitarbeitern, da die Basis adäquat ausgebildeter Fachkräfte fehlt. In der handwerklich orientierten Fertigung nimmt die Arbeit mit handgeführten Bearbeitungsmaschinen eine zentrale Stellung ein, deren Ausführung maßgeblich über die Qualität der Baugruppen und Fertigteile entscheidet. Im hier vorgestellten Praxisbeispiel werden ingenieurwissenschaftlich orientierte Forschungen zur Fertigungstechnik und berufspädagogisch motivierte Ansätze, die Qualifizierungs- und Personalentwicklungsprozesse in den Fokus nehmen, verknüpft. Deutlich wird, dass Fertigungsoptimierung nicht kontextfrei allein mit der Konzentration auf die Technologie erfolgreich sein kann. Untrennbar verbunden sind diese Optimierungsprozesse mit der Personalentwicklung, die lange besonders für An- und Ungelernte wenig Beachtung durch die Geschäftsleitungen und Führungskräfte, aber auch durch die Forschung zu verzeichnen hatte.


Forschungsfeld:
Parallele Bildungswege

Demarkationen zwischen beruflicher und akademischer Bildung und wie man sie überwinden kann (2010)

Rauner, Felix

Die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung gehört zu den zentralen Themen der Bildungsforschung und -politik – national sowie international. Durchgängig wird  nach Lösungswegen gesucht, die von den Individuen einen Wechsel von einer beruflichen in einen akademischen Bildungsweg verlangen. Dagegen gibt es nur wenig gelungene Beispiele für durchgängige (duale) Bildungswege. Die sehr große Bandbreite höchst verschiedener  Berufe erfordert zudem eine Differenzierung nach domänenspezifischen Kompetenzprofilen und Bildungswegen. Ein Potential, das die dualen Formen beruflicher Bildung in durchlässige Bildungssysteme einbringen, besteht in der Berufsfähigkeit, die in beruflichen Bildungsgän-
gen erreicht werden kann. Vorgeschlagen wird ein „Ordnungsrahmen“ für Regelungen zum Übergang von der beruflichen zu hochschulischen Bildung, in dem vier Karrierewege unterschieden werden.

Lösung von Ausbildungsverträgen aus der Sicht von Auszubildenden und Betrieben (2010)

Hauschildt, Ursel; Piening, Dorothea; Rauner, Felix

Die Forschungsgruppe I:BB der Universität Bremen erhielt 2009 den Auftrag der IHK Osnabrück- Emsland eine regionale Befragung über die Hintergründe von Ausbildungsabbrüchen durchzuführen. Dabei sollten erstmals nicht nur die betreffenden Betriebe, bzw. nicht allein die Ausbildungsabbrecher befragt werden, sondern beide Seiten zu Wort kommen. Der vorliegende Bericht fasst die für die Region wichtigsten Hintergründe und Zusammenhänge zusammen, die für die Ausbildungsabbrüche ausschlaggebend waren und leitet daraus Handlungsempfehlungen für die an der Berufsbildung beteiligten Akteure ab.

Umsetzung des Lernfeldkonzepts zwischen Wunsch und Wirklichkeit - eine empirische Studie in den Berufsfeldern Elektro- und Metalltechnik (2010)

Xu, Han (Hg.)

Das Lernfeldkonzept stellt aus der Sicht der chinesischen Berufspädagogik das wohl bedeutendste didaktische Reformkonzept in der beruflichen Bildung dar, das im vergangenen Jahrhundert auf den Weg gebracht wurde. Daraus resultiert das Interesse an der Untersuchung seiner Umsetzung in die Berufsbildungspraxis. Die Befragung von Lehrern und Auszubildenden der Berufsfelder Elektro- und Metalltechnik zeigt, dass das Lernfeldkonzept in Deutschland mittlerweile so tief im Bewusstsein und im didaktischen Handeln der Lehrer verankert ist, dass es keinen Weg zurück mehr gibt. Lehrer und Schüler erkennen offenbar sehr deutlich, dass die Befähigung zur vollständigen Lösung beruflicher Aufgaben – das Ausschöpfen der je gegebenen Gestaltungsspielräume – eine neue Qualität in der Berufsausbildung erfordert, zu der die beruflichen Schulen einen erheblichen Beitrag leisten können.

* Die angegebenen Preise sind Endpreise. Aufgrund der Kleinunternehmerregelung gemäß § 19 UStG erfolgt kein Ausweis von Umsatzsteuer.