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A + B Forschungsberichte

In den A+B Forschungsberichten werden aktuelle Forschungsberichte aus der Arbeits- und Bildungsforschung veröffentlicht. Arbeit und Bildung verweist auf die vorberufliche und die berufliche Bildung sowie auf die berufliche Weiterbildung. Diese Form der online-Publikation erlaubt es, Forschungsergebnisse zu einem frühen Zeitpunkt zugänglich zu machen.
Jeder Forschungsbericht durchläuft ein internes Reviewverfahren. Die Reihe A+B Forschungsberichte ist auch offen für externe Autoren, die dem Forschungsnetzwerk durch ihre Forschungsarbeiten verbunden sind. Die Verantwortung für den Inhalt der Beiträge liegt bei den Autoren.

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Forschungsfeld:
KOMET

Überprüfen beruflicher Handlungskompetenz. Zum Zusammenhang von Prüfen und Kompetenzdiagnostik (2014)

Rauner, Felix

Mit der Ausweitung des KOMET-Projektes – national und international – auf mittlerweile zehn gewerblich-technische, kaufmännische und Gesundheitsberufe in dualen, fachschulischen und hochschulischen Bildungsgängen wird zunehmend die Frage nach dem Zusammenhang zwischen der Kompetenzdiagnostik und dem Prüfen gestellt. Eine vergleichende Analyse der beiden Konzepte sowie der entsprechenden Praxis des Erfassens berufliche Kompetenz zeigt, dass sich die neuen kompetenzorientierten und ganzheitlichen Prüfungsformen konzeptionell kaum vom KOMET-Testverfahren unterscheiden. Erhebliche Unterschiede bestehen (bisher) in den Bewertungsverfahren. Dem standarisierten und sehr genauen KOMET-Messverfahren steht eine eher vielfältige Prüfungspraxis gegenüber, die als sehr praxisnah gilt, jedoch in ihren Bewertungsverfahren weit von den Gütekriterien etablierter Testverfahren wie dem KOMET-Konzept entfernt ist. Es wird daher untersucht, ob das KOMET-Testverfahren auf die neue Prüfungsform des betrieblichen Auftrages bzw. Projektes angewendet werden kann.


Forschungsfeld:
KOMET

Messen beruflicher Kompetenz von Berufsschullehrern (2012)

Rauner, Felix

Die KMK hat Empfehlungen für eine an Kompetenzen und Standards orientierte Aus- und Fortbildung von Lehrern vorgelegt. Es geht dabei auch um die Erfassung der Wirkung und Wirksamkeit von Lehrerbildung als einer Voraussetzung für begründete Innovationen. Die Ergebnisse der KOMET-Projekte zeigen, dass die Kompetenzausprägung von Auszubilden-den/Studenten im Bereich der beruflichen Bildung am stärksten durch die Kompetenz ihrer Lehrer/Ausbilder beeinflusst wird. Es wird daher ein Verfahren zur Erfassung der Kompe-tenzausprägung von Berufschullehrern und Ausbildern bildungstheoretisch begründet. Für die psychometrische Evaluation des Kompetenzmodells (Kriterienvalidität) sowie die Über-prüfung der inhaltlichen Validität des Testverfahrens (externe Validität) ist ein umfangreiches empirisches Projekt geplant.


Forschungsfeld:
KOMET

Die Fähigkeit der holistischen Lösung beruflicher Aufgaben (2012)

Rauner, Felix

Das Bearbeiten und Lösen beruflicher Arbeitsaufträge, erfordert die Fähigkeit, diese im Kontext vollständig zu lösen, damit neben der Funktionalität des Arbeitsergebnisses ebenso seine kostengünstige, umwelt- und sozialverträgliche Realisierung sowie ihr Gebrauchswert und die Nachhaltigkeit der Lösung auf einem möglichst hohen Qualitätsniveau gegeben sind.
Diese Lösungscharakteristik beruflicher Aufgaben und Arbeitsaufträge verweisen auf die Vielfalt berufsfachlicher Kompetenzen: auf das Konzept der multiplen Kompetenz. Diese schließt die Fähigkeit ein, die jeweils zum Tragen kommende Lösungsanforderung in ihrer Gewichtung gegeneinander abzuwägen. Gelingt es, dabei den jeweils gegebenen Lösungs- bzw. Gestaltungsspielraum auszuschöpfen und einen überzeugenden Kompromiss zu realisieren, dann haben Auszubildende bzw. Fachkräfte das Niveau der Gestaltungskompetenz, d. h. die Fähigkeit der holistischen Lösung beruflicher Aufgaben, erreicht.


Forschungsfeld:
QEK

Lernen in Geschäftsprozessen (2011)

Maurer, Andrea; Rauner, Felix

Die Gestaltung beruflicher Bildungsprozesse unter Bezugnahme auf und Berücksichtigung von betrieblichen Geschäftsprozessen hat mit dem ITB-BIBB Projekt ‚Betriebliche Organisationsentwicklung und berufliche Bildung’ Eingang in die berufspädagogische Diskussion gefunden (Dybowski, Dietzen 2006). Seinen bildungsplanerischen Niederschlag fand diese Diskussion im Lernfeldkonzept sowie in den Prüfungsanforderungen neugeordneter Berufe. Mit diesem Forschungsbericht liegt jetzt eine empirische Analyse der Geschäftsprozessorientierung betrieblicher Ausbildung vor. Die Datenbasis für unsere Analyse ist die Bewertung der betrieblichen Ausbildungsqualität durch mehr als 200 Ausbilder mit dem Onlinetool QEK (Qualität Erträge Kosten).


Forschungsfeld:
QEK

Lernen im Arbeitsprozess - ein nicht ausgeschöpftes Potenzial dualer Berufsausbildung (2010)

Maurer, Andrea; Rauner, Felix; Piening, Dorothea

Die Entwicklung beruflicher Kompetenz ist davon abhängig, welche Qualität das Lernen im Arbeitsprozess erreicht. Diese Qualität kann mithilfe des Selbstevaluationstools QEK erfasst werden. Auf der Datenbasis von weit über 200 Bremer Ausbildungsbetrieben werden in diesem Bericht die Qualitätskriterien Produktive Lernzeiten, fachliches Ausbildungsniveau sowie eigenverantwortliches Lernen, jeweils differenziert nach Branche und Ausbildungsjahr, ausgewertet. Durchgängig über alle Berufe werden erst im dritten Ausbildungsjahr gute bis sehr gute Qualitätswerte erreicht. Insbesondere im ersten Ausbildungsjahr ist es notwendig, ungenutzte Ausbildungspotenziale besser auszuschöpfen.

"Fertigungsoptimierung und Personalentwicklung sind untrennbar" – Eine explorative Studie arbeitswissenschaftlicher Beratungs- und Forschungspraxis (2010)

Haasler, Bernd; Eckebrecht, Jochen

Hersteller von Bauteilen aus Faserverstärkten Kunststoffen (FVK) arbeiten in ihren durchaus hochkomplexen anspruchsvollen Prozessen oft mit einem beträchtlichen Anteil von an- und ungelernten Mitarbeitern, da die Basis adäquat ausgebildeter Fachkräfte fehlt. In der handwerklich orientierten Fertigung nimmt die Arbeit mit handgeführten Bearbeitungsmaschinen eine zentrale Stellung ein, deren Ausführung maßgeblich über die Qualität der Baugruppen und Fertigteile entscheidet. Im hier vorgestellten Praxisbeispiel werden ingenieurwissenschaftlich orientierte Forschungen zur Fertigungstechnik und berufspädagogisch motivierte Ansätze, die Qualifizierungs- und Personalentwicklungsprozesse in den Fokus nehmen, verknüpft. Deutlich wird, dass Fertigungsoptimierung nicht kontextfrei allein mit der Konzentration auf die Technologie erfolgreich sein kann. Untrennbar verbunden sind diese Optimierungsprozesse mit der Personalentwicklung, die lange besonders für An- und Ungelernte wenig Beachtung durch die Geschäftsleitungen und Führungskräfte, aber auch durch die Forschung zu verzeichnen hatte.


Forschungsfeld:
Parallele Bildungswege

Demarkationen zwischen beruflicher und akademischer Bildung und wie man sie überwinden kann (2010)

Rauner, Felix

Die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung gehört zu den zentralen Themen der Bildungsforschung und -politik – national sowie international. Durchgängig wird  nach Lösungswegen gesucht, die von den Individuen einen Wechsel von einer beruflichen in einen akademischen Bildungsweg verlangen. Dagegen gibt es nur wenig gelungene Beispiele für durchgängige (duale) Bildungswege. Die sehr große Bandbreite höchst verschiedener  Berufe erfordert zudem eine Differenzierung nach domänenspezifischen Kompetenzprofilen und Bildungswegen. Ein Potential, das die dualen Formen beruflicher Bildung in durchlässige Bildungssysteme einbringen, besteht in der Berufsfähigkeit, die in beruflichen Bildungsgän-
gen erreicht werden kann. Vorgeschlagen wird ein „Ordnungsrahmen“ für Regelungen zum Übergang von der beruflichen zu hochschulischen Bildung, in dem vier Karrierewege unterschieden werden.

Lösung von Ausbildungsverträgen aus der Sicht von Auszubildenden und Betrieben (2010)

Hauschildt, Ursel; Piening, Dorothea; Rauner, Felix

Die Forschungsgruppe I:BB der Universität Bremen erhielt 2009 den Auftrag der IHK Osnabrück- Emsland eine regionale Befragung über die Hintergründe von Ausbildungsabbrüchen durchzuführen. Dabei sollten erstmals nicht nur die betreffenden Betriebe, bzw. nicht allein die Ausbildungsabbrecher befragt werden, sondern beide Seiten zu Wort kommen. Der vorliegende Bericht fasst die für die Region wichtigsten Hintergründe und Zusammenhänge zusammen, die für die Ausbildungsabbrüche ausschlaggebend waren und leitet daraus Handlungsempfehlungen für die an der Berufsbildung beteiligten Akteure ab.

* Die angegebenen Preise sind Endpreise. Aufgrund der Kleinunternehmerregelung gemäß § 19 UStG erfolgt kein Ausweis von Umsatzsteuer.