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QEK in der Altenpflege

Im ersten Jahr der Beratungstätigkeit des Servicenetzwerkes Altenpflegeausbildung (2008) klagten zahlreiche Betriebe der Altenpflege über zu hohe Kosten einer Ausbildung zur Altenpflegefachkraft. „Ausbildung rechnet sich nicht und ist zu teuer, wenn man sie betriebswirtschaftlich betrachtet“, so die Auffassung von Betrieben, wie sie ein Newsletter des Servicenetzwerkes festhält (vgl. Newsletter 2, Juni 2008). Diese Auffassung hielt viele Betriebe davon ab, Ausbildungsplätze für Altenpflegerinnen und Altenpfleger einzurichten. Da kaum ein Betrieb eine Kosten-Ertrags-Abschätzung der Ausbildung in der Altenpflege vornimmt, handelt es sich bei der Klage über zu hohe Kosten vor allem um „gefühlte“ Kosten.Wenn aber Kosten und Nutzen einer Ausbildung gefühlsmäßig gegeneinander abgewogen werden, bleiben Kosten einer Ausbildung eher über- und Erträge eher unterschätzt. Unsere Schlussfolgerung war, dass eine systematische Ermittlung von Kosten und Ertrag der Ausbildung in der Altenpflege die Ausbildungsbereitschaft fördert. Das Servicenetzwerk Altenpflegeausbildung suchte deshalb ein Verfahren zur Ermittlung von Kosten und Ertrag einer Ausbildung - und fand es in QEK. QEK steht für Qualität, Ertrag und Kosten einer Ausbildung und wurde entwickelt und eingesetzt vom IBB der Universität Bremen.

Das IBB erstellte in Zusammenarbeit mit dem Servicenetzwerk Altenpflegeausbildung eine Version QEK Altenpflegeausbildung. In Abstimmung mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wird diese Version als Erprobungsfassung seit Juli 2009 in Beratungen des Servicenetzwerkes eingesetzt.

Weitere Informationen:

Auszug aus dem ersten QEK-Bericht für die Ausbildung in der Altenpflege (PDF-Dokument)

Bundesnetzwerk Altenpflegeausbildung