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Kosten, Nutzen und Qualität der beruflichen Bildung

Von der i:BB-Forschungsgruppe „Kosten, Nutzen, Qualität beruflicher Bildung“ wurde ein Selbstevaluationsinstrument – das QEK-Online-Tool – 2006 entwickelt und im Rahmen der Bremer Landesinitiative „Innovative Berufsbildung 2010“ vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) veröffentlichte Erhebung zur Kosten/Nutzen-Situation entwickelt und eingeführt.

Die Ergebnisse einer Schweizer Untersuchung aus dem Jahre 2000, wonach sich ein landesweiter Nettoertrag von 400 Millionen Schweizer Franken für die betriebliche Berufsausbildung ergäbe, gaben den Ausschlag, ein Selbstevaluations-Instrument für die Erfassung der Kosten, der Erträge sowie der Qualität der betrieblichen Ausbildung zu entwickeln. Nach einer von Jörg Schweri (Mitglied der Schweizer Forschungsgruppe) erstelltes Review zum i:BB-QEK-Tool wurde dieses Selbstevaluations-verfahren im Rahmen der Bremer Landesinitiative erprobt und eingeführt (Heinemann, Rauner 2008).

Drei Besonderheiten zeichnen das QEK-Tool aus:

  1. Die betrieblichen Ausbilder bzw. Personalentwickler/-innen geben die vom QEK-Tool abgefragten Daten und Bewertungen ein. Daher verfügt dieses Verfahren über eine hohe inhaltliche Validität sowie über eine hohe Objektivität. Die Anwender/-innen geben die Angaben „für sich und ihr Unternehmen“ ein. Damit entfällt die Neigung, Dritten gegenüber (z. B. in Interviews) opportune Angaben zu machen.
  2. Das QEK-Tool zeichnet aus, dass die Ausbildungsqualität in der Form eines Qualitätsprofils sowie eines Qualitäts-Index erfasst werden kann.
Qualitätsprofil und -index
  1. Schließlich lässt sich der zeitliche Verlauf der Rentabilität und der Qualität der Ausbildung in Form einer Rentabilitäts-Qualitäts-Matrix darstellen.
Qualitäts- und Rentabilitätsmatrix im Gesamten und Verlauf der Ausbildung