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Das i:BB Forschungsprofil

Berufliche Bildung ist international nach wie vor durch eine große Heterogenität der Berufsbildungsstrukturen geprägt. Dies betrifft die strukturbildende Bedeutung, die der Berufsform gesellschaftlicher Arbeit zukommt. Selbst in Ländern mit verwandten dualen Berufsbildungssystemen unterscheiden sich die Berufe und Berufsstrukturen zum Teil erheblich voneinander. Die Forschung des i:BB hat eindrucksvoll bestätigt, dass trotz der ausgeprägten Heterogenität der internationalen Berufsbildungslandschaft der Umfang an gemeinsamen grundlegenden Fragen und Entwicklungsaufgaben, die die internationale und international vergleichende Berufsbildungsforschung herausfordert, zunimmt (vgl. u.a. Rauner, F.; Smith, E. (Eds.) (2010): Rediscovering Apprenticeship. Springer. Dodrecht). Es kann unterstellt werden, dass das globale Krisenmanagement im Zusammenhang mit den ökonomischen und politischen Turbulenzen der letzten Jahre die Frage der Qualifizierung von Fachkräften in das Zentrum der Arbeitsmarkt- und Innovationspolitik rücken wird. Im Zusammenspiel zwischen Bildungs- und Beschäftigungssystem kommt dem Bildungssystem zugleich die Funktion einer abhängigen und unabhängigen Größe zu. In der Leitidee Befähigung zur Mit- gestaltung der Arbeitswelt in sozialer und ökologischer Verantwortung findet das der beruflichen Bildung zugemessene Innovationspotenzial seinen Ausdruck.

Für die Berufsbildungsforschung bedeutet dies folglich, dass bei der Begründung ihrer Forschungsfragen und -projekte, die Internationalisierungsprozesse im Beschäftigungssystem sowie die fortschreitende Vernetzung von Unternehmen sowie die dadurch implizierten Konvergenzen bei der Qualifizierung von Fachkräften berücksichtigt werden müssen.

Die grundlegenden Ziele

  • die berufliche Bildung in ihren Prozess (berufliches Lernen), ihren Strukturen (Bildungsgänge) und auf der Ebene der Architektur der Bildungssysteme national und international zu erforschen und daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten,
  • an dieser Forschung Nachwuchswissenschaftler zu beteiligen und zu qualifizieren,
  • die Forschungsergebnisse in wissenschaftlichen Zeitschriften und Buchreihen zu veröffentlichen sowie auf Fachkonferenzen zu problematisieren und zu diskutieren,
  • die Forschungsergebnisse für die Qualifizierung des Berufsbildungspersonals (Lehrer, Ausbilder, Personalentwickler) zugänglich zu machen und
  • zur öffentlichen Diskussion über Fragen beruflicher Bildung beizutragen.