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Project "Governance and financing of apprenticeship in selected European countries"

Die 2015 abgeschlossene Studie befasste sich mit den Strukturen der politisch-administrativen Steuerung und Finanzierung der Lehrlingsausbildung sowie anderer Formen dualer Berufsbildung in fünf EU-Ländern. Insbesondere ging es dabei um die Frage, wie die systemischen Strukturen in den teilnehmenden Ländern fortentwickelt werden können, um dort die duale Berufsbildung auszubauen. Das Projekt folgte dem Ansatz einer bereits im Auftrag für die Bertelmann Stiftung (Rauner 2009) erarbeiteten Konzept der Aktionsforschung basierend auf einem diskursiven Ratingverfahren und band lokale Akteure sowohl in die Evaluation bestehender Strukturen als auch in die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen ein.

Mit dem Abschlussbericht legten die Autoren ein weiterentwickeltes normatives Model vor, das anhand von sechs Hauptkriterien die Voraussetzungen für eine angemessene Steuerung von dualen, bzw. auf dem Prinzip der Lehrlingsausbildung basierenden Systemen der beruflichen Bildung zusammenfasst. Zur Visualisierung eines Soll-Ist Vergleichs in Bezug auf die derzeitige Situation in den betreffenden Teilnehmerländern wurde ein so genannter Governance-Equalizer für die berufliche Bildung vorgestellt.

Das Projekt wurde durch die Forschungsgruppe I:BB in engster Zusammenarbeit mit dem Institut Technik und Bildung (ITB) koordiniert. Neben der Universität Bremen waren die Partner Gruppo CLAS S.p.A. (Italien), Free Trade Union Confederation of Latvia (Lettland), SPI (Portugal), Luleå University of Technology (Schweden), NOTUS Applied Social Research (Spanien) sowie 3s Unternehmensberatung GmbH (Österreich) beteiligt.

Der Abschlussbericht unseres Teams wurde im April 2016 durch die Auftraggeber (CEDEFOP) veröffentlicht und steht als Download unter  http://www.cedefop.europa.eu/de/publications-and-resources/publications/5553 zur Verfügung.